Bezirksliga 2011/12: Runde 3

Gerlingen überzeugt gegen Botnang

Nach 2 Auswärtsspielen kam es am vergangenen Sonntag zur Heimpremiere für die erste Mannschaft des Schachklubs Gerlingen. Die ersten Saisonspiele waren zufriedenstellend verlaufen; einem knappen Sieg gegen Untertürkheim folgte eine unglückliche Niederlage gegen den Lokalrivalen Ditzingen. Gerlingen gegen Botnang ist ein weiterer Klassiker, der in fast jeder Saison gleich mehrfach ausgespielt wird. Den Anfang machten die ersten Mannschaften der jeweiligen Vereine, mit dem besseren Ende für Gerlingen. Doch zunächst sah es gar nicht danach aus, denn in der Anfangsphase konnte Botnang an den meisten Brettern einen klaren Vorteil aufbauen. Die Ausnahme war Brett 3, wo Neuzugang Patrick Wolf eine Bauern opferte, dafür aber eine starke Initiative entwickelte. Technisch einwandfrei baute er seinen Vorteil aus und holte den ersten vollen Punkt für Gerlingen. Mit einer makellosen Bilanz von 3/3 ist er derzeit Gerlingens Topspieler.

In der folgenden Spielphase gingen einige Partien Remis aus, die eigentlich für Botnang ganz gut aussahen: Klaus Wiesner, Erik Reder, Philippe Leick und Stephan Arounopoulos waren mit ihren halben Punkten mehr als zufrieden. Auf die noch laufenden Partien von Sascha Dreschmann, Ulrich Grosch und Wolfgang Bartusch sollte es also ankommen, möglicherweise wurden die Stellungen von Botnang zu optimistisch eingeschätzt.

Ulrich Grosch hatte große Schwierigkeiten im Mittelspiel und musste seinem Gegner einen Bauern zugestehen. Sein zunächst sehr dubios stehendes Endspiel konnte er aber nach und nach verbessern, schlussendlich entkam er mit Remis. Auch Wolfgang Bartuschs Gegner war klar besser aus der Eröffnung herausgekommen, hatte seinen Vorteil aber im Lauf der Zeit verspielt. Kurz vor der Zeitkontrolle verlor er sogar eine Figur, leistete danach zwar erbitterten Widerstand, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden. Hochinteressant war auch Sascha Dreschmanns Endspiel, in dem er anfangs einen Bauern weniger, dafür aber die aktiveren Bauern hatte. Nach und nach konnte er die Kontrolle übernehmen, gewann erst seinen Bauern zurück, die Stellung des Gegners war mittlerweile so schwierig, dass jeder Fehler Material kosten könnte. Der Figurengewinn ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Auch hier leistete Botnang erbitterten Widerstand, doch es war zu spät, um das Blatt noch einmal zu wenden.

In der Summe gewann die Mannschaft mit 5.5 zu 2.5, doch es gehörte eine erhebliche Portion Glück dazu, dass kein einziges Spiel verloren wurde. Die nächste Begegnung könnte richtungsweisend sein. Bei einem Auswärtssieg gegen Tabellenführer den Tabellenzweiten und Topfavoriten Herrenberg wäre das Rennen um den ersten Platz wieder offen.

 

3 Gedanken zu „Bezirksliga 2011/12: Runde 3“

  1. Durchaus eine Überraschung, die Mut macht und unsere Ausgangslage verbessert. Sillenbuch scheint einen Lauf zu haben, damit hat wohl niemand gerechnet. Es bleibt aber dabei, in der nächsten Runde (Mitfavorit Leonberg muss Tabellenführer Sillenbuch schlagen, um im Rennen zu bleiben) werden Weichen gestellt.

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