Nachlese zur Offenen Internationalen Stuttgarter Stadtmeisterschaft 2013

Vom 9. – 12. Mai war es mal wieder soweit: Egal, ob jung oder alt, Single oder Familienmensch, mit oder ohne Ambitionen,… alle wollten wissen, ob sie es noch beherrschen, das Spiel mit den 32 Figuren und den 64 Feldern.

Daher trafen sich 237 schachbegeisterte Spielerinnen und Spieler des königlichen Spiels in der Ditzinger Stadthalle zur siebenrundigen Neuauflage der Stuttgarter Stadtmeisterschaft, die sich heuer zum 18. Mal jährte.

Blick auf das Teilnehmerfeld im A-Turnier
Blick auf das Teilnehmerfeld im A-Turnier

 

Um es vorweg zu nehmen: Das A-Turnier gewann erstmals, wie auch auf internationaler Fußballebene seit mehreren Jahren des Öfteren geschehen, ein Spanier, nämlich             IM Jose Fernando Cuenca Jimenez,                                                                                     der im gesamten Verlauf des Turniers ungeschlagen blieb und nur gegen die beiden zweit- und drittplatzierten russischen Großmeister Vyacheslav Ikonnikov und Aleksandr Karpatchev eine Punkteteilung hinnehmen musste. Die beiden Russen einigten sich in ihrem Aufeinandertreffen in der letzten Runde auf Unentschieden, was dem siegreichen Spanier zu Gute kam. Alle drei hatten nämlich nach der sechsten Runde fünf Punkte erreicht.

v.l.n.r.: GM Ikonnikov(2.),IM Cuenca Jimenez(1.), GM Karpatchev(3.)
v.l.n.r.: GM Ikonnikov(2.),IM Cuenca Jimenez(1.), GM Karpatchev(3.)

 

Das Turnier begann wie immer an Christi Himmelfahrt, dem sogenannten Vatertag, und endete dieses Mal am Muttertag; ein seltener Umstand, dass die Mütter den Vätern den Vortritt ließen. Genauso kurios ging es bei der Auslosung der ersten Runde zu, als klar wurde, dass versehentlich die falsche Teilnehmerliste verwendet wurde und sich so mancher nicht in der Paarungsliste wiederfand. Das kostete die Organisatoren eine gute halbe Stunde, doch ein routinierter Schachspieler lässt sich durch so etwas natürlich nicht aus der Ruhe bringen.

Wenn der Vater mit dem Sohne...
Wenn der Vater mit dem Sohne…

Es war wie die Jahre zuvor ein von Fairness und familiärer Atmosphäre geprägtes Turnier.

 

 

 

 

 

Aus Gerlinger Sicht machten sich drei unerschrockene Recken in die Kampfarena nach Ditzingen auf, um ein wenig das B-Turnier aufzumischen, mit mehr oder weniger Erfolg als es die Spielstärke vermuten ließ.

Als besonders erfreulich erwies sich die Teilnahme von Maximilian Graf, der sich über einen guten 13. Platz im B-Turnier und den zweiten Rang in der Kategorie „bester U18-Teilnehmer B-Turnier“ freuen konnte. Da der „U18“-Beste Julian Kleih vom SV Dettingen Erms im Gesamtklassement den Bronzeplatz erreichte, also bereits einen Preis bekam, rückte Max in der Vergabe des Sonderpreises auf den ersten Rang vor und versüßte sich somit seine zweite Teilnahme im Klassement des B-Turniers.

 

Runde 7: Maximilian Graf gegen Jürgen Viehoff
Runde 7: Maximilian Graf gegen Jürgen Viehoff

 

Mit Weiß am letzten Spieltag ein Remis erkämpft: Harald Ellinger vs. Paraskeva Vasiliadis
Mit Weiß am letzten Spieltag ein Remis erkämpft: Harald Ellinger vs. Paraskevas Vasiliadis

Der zweite im Bunde war unser Jugendleiter, Harald Ellinger, der an seinen Vormittagspartien als Lenker der weißen Figuren hart zu knabbern hatte und mit dem Gesamtergebnis nicht zufrieden sein konnte. Er erreichte 3 aus 7 möglichen Punkten und einen mittleren Tabellenplatz.

 

 

 

 

Schließlich war da noch Guido Steinmassl, ein Urgewächs aus dem Stall des SK „e4“ Gerlingen, seit über 25 Jahren Vereinsmitglied: Bei ihm wollte es so recht nicht anlaufen und er wartete vergebens bis zum Turnierende auf einen Sieg. Zum Schluß standen fünf Remispartien und zwei Niederlagen auf dem Punktekonto. Im Vorjahr reichte es zu drei Siegen und vier Verlustpartien. Also alles im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Allen anderen, dem Schachspiel zugeneigten Menschen sei gesagt, dass dieses schöne Turnier eine Teilnahme wert ist, egal aus welchen Motiven heraus, sei es, um es sich selbst zu beweisen oder um einfach die tolle Atmosphäre zu erleben, den Partien des A-Turnier beizuwohnen oder das famose Essen zu genießen.

Ein herzliches Dankeschön den Organisatoren und dem Küchen-/Thekenteam.

Bis nächstes Jahr.

Euer

Guido Steinmassl (Autor und Teilnehmer)
Guido Steinmassl (Autor und Teilnehmer)

Ein Gedanke zu „Nachlese zur Offenen Internationalen Stuttgarter Stadtmeisterschaft 2013“

  1. Na gut, nicht nur die Spanier gewinnen den Henkelpott, wie die Championsleague in diesem Jahr beweist, als Barca und Madrid gegen die Bayern und den BVB im Halbfinale scheiterten. Aber sonst waren immer die Spanier vorne. 😉

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